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Equal Pay

Der Equal Pay Grundsatz ist in § 8 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verankert.

Leiharbeitnehmer erhalten nach 9 Monaten ununterbrochenem Einsatz bei einem Entleiher (gesetzliches Equal Pay) bzw. nach 15 Monaten (tarifliches Equal Pay) ein Arbeitsentgelt wie ein vergleichbarer Arbeitnehmer des Entleihers.

Equal Pay verlangt eine Gleichstellung hinsichtlich aller Vergütungsbestandteile: Hierzu zählt jede Vergütung, die aufgrund des Arbeitsverhältnisses gewährt wird, auch Sachbezüge sind enthalten.

Höchstüberlassungsdauer

Die Höchstüberlassungsdauer besagt, dass ein Leiharbeitnehmer höchstens 18 Monate lang bei demselben Entleiher eingesetzt werden darf.

Sofern der Einsatz in einem Entleiher für mehr als drei Monate unterbrochen wird, beginnt die Berechnung der Höchstüberlassungsdauer für diesen Entleiher von neuem.

Theoretisch kann ein Leiharbeitnehmer bei diesem Kunden erneut für maximal 18 Monate eingesetzt werden. Falls die Tätigkeit bei einem Entleiher hingegen nur für genau drei Monate oder weniger unterbrochen wurde, wird die vorherige Einsatzzeit auf die Berechnung der Höchstüberlassungsdauer angerechnet. Aufgrund tarifvertraglicher Regelungen einzelner Branchen kann es diesbezüglich zu individuellen Abweichungen kommen.

Kennzeichnungs-/Konkretisierungspflicht

Im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag muss die Arbeitnehmerüberlassung auch als solche bezeichnet werden. Der Name des zu überlassenden Leiharbeitnehmers muss vor Überlassungsbeginn konkret genannt werden.